Suchmaschinen-Platzierungen beeinflussen

Dienstag, 28. Oktober 2008, 11:20 Uhr
Abgelegt unter: SEO

Wer sich mit dem Thema Suchmaschinen-Optimierung (SEO) beschäftigt, kennt das Problem: Man arbeitet hart, um eine Webseite mit ausgesuchten Begriffen in dem Suchindex von Google auf eine möglichst hohe Position zu hieven. Dann beginnt die Arbeit, diese Platzierung zu halten.

Viele Suchmaschinen-Optimierer träumen schon lange davon, direkten und schnellen Einfluss auf die Platzierungen zu nehmen. Es wäre doch schön, wenn ein Webseitenbetreiber seine Seite einfach per Klick in die obersten Platzierungen einreien könnte und die ungeliebten Mitbewerber einfach wegklicken könnte. Klar, es würde so eine stark genutzte “Katze & Maus – Jagd” beginnen, doch für viele wäre das verlockend.

In gewisser Weise hat Google nun genau diesen Service realisiert, wie Golem heute berichtet. Ausgesuchte Nutzer können Suchergebnisse beeinflussen, wie es auch auf Wikia Search funktioniert. Wobei es hier einen entscheidenden Unterschied gibt: Angemeldete Google Nutzer können zwar Seiten bewerten, bearbeiten und löschen, doch hat dies – im Gegensatz zu Wikia Search – keinen Einfluss auf den eigentlichen Suchindex. Die vorgenommenen Änderungen wirken sich nur auf die eigene Anzeige aus.

Wer die Taktik von Google kennt, geht jedoch davon aus, das die so gewonnenen Daten sich später auf die Qualität der Suchergebnisse auswirken wird. Bleibt abzuwarten, ob es “das Ende der klassischen Suchmaschinenoptimierung” bedeutet.



eyeOS – ein Online Betriebssystem

Mittwoch, 22. Oktober 2008, 15:20 Uhr
Abgelegt unter: Online Trends,Sicherheit

Nachdem Google mit seinem “Texte und Tabellen” den klassischen Office-Programmen das Leben schwer macht und Adobe mit der Buzzword genannten Textverarbeitung einen ähnlichen Service anbietet, geht man bei eyeOS einen recht großen Schritt weiter. Hier werden nicht nur Office-Programme kostenlos angeboten, quasi ein ganzes Betriebssystem kann online genutzt werden.

Vorteile von eyeOS

Das schlagkräftigste Argument für eyeOS ist neben der kostenlosen Nutzung sicher, das man von jedem Computer, sofern er online ist auf seine Daten zugreifen kann. Nach dem Einloggen befindet man sich auf einem virtuellen Desktop, wie man es von Windows, Mac OS oder Linux her kennt. Neben einem Dateimanager, finden sich jede Menge Anwendungen:

  • Office – Anwendungen (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation, Kalender und einen Kontaktmanager
  • Browser
  • RSS Reader
  • Mailprogramm
  • Spiele (Schach und eien Art Puzzle)
  • Rechner
  • FTP-Programm
  • Groupware
  • Einfache Programmier-Umgebung

Darüber hinaus muss erwähnt werden, das eyeOS unter der GNU Affero Public License 3 läuft, daher kann es kostenlos von jedermann (gewerblich und privat) genutzt und auch erweitert werden. Wer einen Blick auf diese Website wirft, wird sehen, das es jede Menge weitere Programme für das kostenlose Betriebssystem eyeOS gibt. Diese müssen vom Anbieter lediglich installiert werden. Da es sich um ein freies Betriebssystem handelt, kann jeder, der über einen Server mit PHP 5 verfügt, es installieren und für Nutzer zur Verfügung stellen. (siehe hierzu den Nachtrag am Ende dieses Artikels.)

Ferner bietet eyeOS einige Basis-Funktionen, die man von einem System heutzutage erwartet:

  • Drag & drop
  • Copy & paste
  • Systemeinstellungen

Eine besonders nette Funktion ist die Groupware-Funktionalität. So können Nutzer, die sich auf einem Server angemeldet hat, Daten austauschen, sich interen Mails senden und einiges mehr. Nutzergruppen lassen sich ebenfalls erzeugen.

So arbeitet man mit eyeOS

Zuerst benötigt man einen Account bei einem Anbieter. Neben der offiziellen eyeOS – Seite, bietet KScreen auch die Möglichkeit, das System zu testen (siehe unten). Mit seinem Account (Loginname und Passwort) loggt man sich ein und hat sofort alle Programme zur Hand. Selbst Daten, die man auf seinem Computer lokal gespeichert hat, können in eyeOS hoch geladen und dort dann weiter bearbeitet oder einfach nur abgelegt werden. Selbstverständlich funktioniert dies auch umgekehrt – man kann Daten auch herunter laden. Somit ist es ein offenes System.

Nachteile

So interessant diese Möglichkeiten sind, so muss man sich darüber im Klaren sein, das man sämtliche Daten, die einem lieb und teuer sind, auf dem eyeOS – Server speichern muss, um reibungslos und effektiv mit dem System arbeiten zu können. Das bedeutet, das man seine Daten geweissermassen einem Anbieter anvertraut. Dies ist sicher nicht jedermanns Sache, doch wird dies scheinbar immer mehr genutzt.

Letztendlich muss jeder selbst wissen, wem er welche Daten gibt, doch eines steht fest: Der sicherste Platz für eigene, vertrauliche Daten ist der eigene (lokale) Computer, der per Firewall und weiteren Schutztechnologien dem öffentlichen Netz gegenüber geschützt ist.

22.10.2008 – 17:40 Uhr: Nachtrag zum obigen Artikel – eyeOS testen

Wer sich das Betriebssystem eyeOS auf deutsch einmal näher ansehen und ausprobieren möchte, kann dies auf hier (http://eyeos.org/de/) tun.

04.05.2009 – Nachtrag

Die unter www.homepage-webdesign-24.de eingerichtete eyeOS – Installation ist vom Server entfernt worden und sämtliche Test-Acounts sind gelöscht. User, die das installierte System genutzt hatten, beachten bitte den folgenden Hinweis, den es zu der im Oktober 2008 errichteten eyeOS – Installation gab: “Hier hat KScreen das System instaliert und kann von Ihnen genutzt werden. Bitte beachten Sie jedoch, das es NICHT für produktive Zwecke verwendet werden sollte, da KScreen nicht für die Sicherheit des Systems garantieren kann.”

Fazit

Am Computer zu arbeiten ohne Internet ist fast so, als ob man einen Fernseher ohne Empfangsteil nutzen will. Ob der Trend, das immer mehr Anwendungen online auf irgendwelchen Servern laufen und die Nutzer ihre Daten mehr oder weniger unsicher durch die Leitungen schubsen, gut ist sei mal dahin gestellt. Eines steht fest: Die Arbeit wird immer kostengünstiger und einfacher – die Werkzeuge einheitlicher und intuitiver bedienbar.  Wenn sich der Trend der Online-Anwendungen durchsetzen soll, muss gewährleistet sein, das die Anwendungen datenschutzrechtlich sowie technisch sicher sind. Diese Aspekte sind bis jetzt bestenfalls ansatzweise neutral betrachtet worden.



Google und der Datenschutz

Mittwoch, 1. Oktober 2008, 16:24 Uhr
Abgelegt unter: Online Trends,Sicherheit

Der Suchmaschinen-Anbieter Google steht schon seit langer Zeit in der Kritik, Belange des Datenschutzes wenig und halbherzig zu befolgen. Nicht nur den Datenschützern sind die Geschäftspraktiken ein Dorn im Auge, in Schleswig-Holstein ist es nun gelungen, vorerst zumindest die Aufnahme von sogenannten “Street View” – Bilder zu untersagen.

Wie Golem berichtet, ist es diversen Datenschützern gelungen, ein offizielles Schreiben von der Google Zentrale zu erhalten, aus dem hervorgeht, das vorerst keine Fotos gemacht werden. Diese Fotos nutzt Google, um sie online in deren Angebote wie z.B. Google Maps oder Google Earth einzubinden und somit die eigenen Angebote mit noch mehr als eh schon vorhandenen Informationen zu füllen.

Auf Basis teils rechtlicher Unsicherheit und diverser Ansichten ist nun eine Diskussion ausgebrochen, ob und wie man künftig verhindern kann, solche Fotos machen zu lassen. Denn wenn sie erstmal im Netz sind, bleiben sie da auch und sind nicht – oder zumindest kaum – zu löschen.

Es bleibt nun abzuwarten, wann sämtliche Aufnahmen (aller Bundesländer inklusive Schleswig-Holstein) online zu finden sein werden. Vermutlich ist dieser Trend lediglich ein Stück weit aufgehalten worden – ob man es schlussendlich dauerhaft verhindern kann, ist fraglich.