Wien mit Street View

Montag, 9. Februar 2009, 09:40 Uhr
Abgelegt unter: Online Trends,Sicherheit

Schleswig-Holsteinische Datenschützer haben im Oktober 2008 juristisch erreicht, das Google keine Street View Fotos in Schleswig-Holstein für den eigenen Dienst Google Maps erstellen darf. Doch der Trend, unsere Städte und Straßen mit echten Fotos abzulichten und für jedermann auf virtuellen Landkarten öffentlich einsehbar zu machen, hält an.

Wie netzwertig berichtet, gibt es auf norc.at eine recht umfassende Street View – Ansicht der Stadt Wien. Ob es die Staatsoper oder der Stephansdom ist, einen sehr großen Teil der Stadt Wien lässt sich so virtuell bereisen. Neben einer guten Bildqualität bietet die Straßenansicht Navigationspfeile, mit denen man sich virtuell auf der Stelle drehen und so eine 360° Rundumsicht genießen kann. Darüber hinaus lässt sich etwas nach unten und nach oben schwenken. Die Zoom-Funktion, mit der man den Bildausschnitt ändern und beim heran zoomen Details besser erkennen kann, wird Datenschützern sicher ein Dorn im Auge sein, denn auf einigen Bildern aus Wien kann man recht nah an Hausfronten heran zoomen und somit nicht nur öffentliche Schaufenster-Auslagen, sondern auch in Privaträume hineinsehen, die nicht mit einer Gardine den Blick verdecken.

Screenshot der Street View aus Wien

Technisch ist die Street View -Funktion faszinierend und man kann Stunden damit verbringen, sich Gegenden anzusehen, die entweder zwecks Urlaubsplanung interessant sind oder man sich über Gegenden informieren möchte.

Datenschutzrechtlich ist das Thema nach wie vor ein schwieriges Terrain, denn wer möchte sich beim Frühstücken im Netz sehen – und das dauerhaft?



eyeOS – ein Online Betriebssystem

Mittwoch, 22. Oktober 2008, 15:20 Uhr
Abgelegt unter: Online Trends,Sicherheit

Nachdem Google mit seinem “Texte und Tabellen” den klassischen Office-Programmen das Leben schwer macht und Adobe mit der Buzzword genannten Textverarbeitung einen ähnlichen Service anbietet, geht man bei eyeOS einen recht großen Schritt weiter. Hier werden nicht nur Office-Programme kostenlos angeboten, quasi ein ganzes Betriebssystem kann online genutzt werden.

Vorteile von eyeOS

Das schlagkräftigste Argument für eyeOS ist neben der kostenlosen Nutzung sicher, das man von jedem Computer, sofern er online ist auf seine Daten zugreifen kann. Nach dem Einloggen befindet man sich auf einem virtuellen Desktop, wie man es von Windows, Mac OS oder Linux her kennt. Neben einem Dateimanager, finden sich jede Menge Anwendungen:

  • Office – Anwendungen (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation, Kalender und einen Kontaktmanager
  • Browser
  • RSS Reader
  • Mailprogramm
  • Spiele (Schach und eien Art Puzzle)
  • Rechner
  • FTP-Programm
  • Groupware
  • Einfache Programmier-Umgebung

Darüber hinaus muss erwähnt werden, das eyeOS unter der GNU Affero Public License 3 läuft, daher kann es kostenlos von jedermann (gewerblich und privat) genutzt und auch erweitert werden. Wer einen Blick auf diese Website wirft, wird sehen, das es jede Menge weitere Programme für das kostenlose Betriebssystem eyeOS gibt. Diese müssen vom Anbieter lediglich installiert werden. Da es sich um ein freies Betriebssystem handelt, kann jeder, der über einen Server mit PHP 5 verfügt, es installieren und für Nutzer zur Verfügung stellen. (siehe hierzu den Nachtrag am Ende dieses Artikels.)

Ferner bietet eyeOS einige Basis-Funktionen, die man von einem System heutzutage erwartet:

  • Drag & drop
  • Copy & paste
  • Systemeinstellungen

Eine besonders nette Funktion ist die Groupware-Funktionalität. So können Nutzer, die sich auf einem Server angemeldet hat, Daten austauschen, sich interen Mails senden und einiges mehr. Nutzergruppen lassen sich ebenfalls erzeugen.

So arbeitet man mit eyeOS

Zuerst benötigt man einen Account bei einem Anbieter. Neben der offiziellen eyeOS – Seite, bietet KScreen auch die Möglichkeit, das System zu testen (siehe unten). Mit seinem Account (Loginname und Passwort) loggt man sich ein und hat sofort alle Programme zur Hand. Selbst Daten, die man auf seinem Computer lokal gespeichert hat, können in eyeOS hoch geladen und dort dann weiter bearbeitet oder einfach nur abgelegt werden. Selbstverständlich funktioniert dies auch umgekehrt – man kann Daten auch herunter laden. Somit ist es ein offenes System.

Nachteile

So interessant diese Möglichkeiten sind, so muss man sich darüber im Klaren sein, das man sämtliche Daten, die einem lieb und teuer sind, auf dem eyeOS – Server speichern muss, um reibungslos und effektiv mit dem System arbeiten zu können. Das bedeutet, das man seine Daten geweissermassen einem Anbieter anvertraut. Dies ist sicher nicht jedermanns Sache, doch wird dies scheinbar immer mehr genutzt.

Letztendlich muss jeder selbst wissen, wem er welche Daten gibt, doch eines steht fest: Der sicherste Platz für eigene, vertrauliche Daten ist der eigene (lokale) Computer, der per Firewall und weiteren Schutztechnologien dem öffentlichen Netz gegenüber geschützt ist.

22.10.2008 – 17:40 Uhr: Nachtrag zum obigen Artikel – eyeOS testen

Wer sich das Betriebssystem eyeOS auf deutsch einmal näher ansehen und ausprobieren möchte, kann dies auf hier (http://eyeos.org/de/) tun.

04.05.2009 – Nachtrag

Die unter www.homepage-webdesign-24.de eingerichtete eyeOS – Installation ist vom Server entfernt worden und sämtliche Test-Acounts sind gelöscht. User, die das installierte System genutzt hatten, beachten bitte den folgenden Hinweis, den es zu der im Oktober 2008 errichteten eyeOS – Installation gab: “Hier hat KScreen das System instaliert und kann von Ihnen genutzt werden. Bitte beachten Sie jedoch, das es NICHT für produktive Zwecke verwendet werden sollte, da KScreen nicht für die Sicherheit des Systems garantieren kann.”

Fazit

Am Computer zu arbeiten ohne Internet ist fast so, als ob man einen Fernseher ohne Empfangsteil nutzen will. Ob der Trend, das immer mehr Anwendungen online auf irgendwelchen Servern laufen und die Nutzer ihre Daten mehr oder weniger unsicher durch die Leitungen schubsen, gut ist sei mal dahin gestellt. Eines steht fest: Die Arbeit wird immer kostengünstiger und einfacher – die Werkzeuge einheitlicher und intuitiver bedienbar.  Wenn sich der Trend der Online-Anwendungen durchsetzen soll, muss gewährleistet sein, das die Anwendungen datenschutzrechtlich sowie technisch sicher sind. Diese Aspekte sind bis jetzt bestenfalls ansatzweise neutral betrachtet worden.



Google und der Datenschutz

Mittwoch, 1. Oktober 2008, 16:24 Uhr
Abgelegt unter: Online Trends,Sicherheit

Der Suchmaschinen-Anbieter Google steht schon seit langer Zeit in der Kritik, Belange des Datenschutzes wenig und halbherzig zu befolgen. Nicht nur den Datenschützern sind die Geschäftspraktiken ein Dorn im Auge, in Schleswig-Holstein ist es nun gelungen, vorerst zumindest die Aufnahme von sogenannten “Street View” – Bilder zu untersagen.

Wie Golem berichtet, ist es diversen Datenschützern gelungen, ein offizielles Schreiben von der Google Zentrale zu erhalten, aus dem hervorgeht, das vorerst keine Fotos gemacht werden. Diese Fotos nutzt Google, um sie online in deren Angebote wie z.B. Google Maps oder Google Earth einzubinden und somit die eigenen Angebote mit noch mehr als eh schon vorhandenen Informationen zu füllen.

Auf Basis teils rechtlicher Unsicherheit und diverser Ansichten ist nun eine Diskussion ausgebrochen, ob und wie man künftig verhindern kann, solche Fotos machen zu lassen. Denn wenn sie erstmal im Netz sind, bleiben sie da auch und sind nicht – oder zumindest kaum – zu löschen.

Es bleibt nun abzuwarten, wann sämtliche Aufnahmen (aller Bundesländer inklusive Schleswig-Holstein) online zu finden sein werden. Vermutlich ist dieser Trend lediglich ein Stück weit aufgehalten worden – ob man es schlussendlich dauerhaft verhindern kann, ist fraglich.



Der neue Firefox 3 Browser

Montag, 23. Juni 2008, 12:07 Uhr
Abgelegt unter: Allgemein,Sicherheit,Updates

Gehören Sie zu den 8,3 Millionen Menschen, die sich die aktuelle Version des Mozilla Firefox 3 herunter geladen haben? Wenn ja, haben Sie am “Download Day” dafür gesorgt, das der Download – Marathon ins Guiness Buch der Rekorde wandern könnte.

Abgesehen von dieser Marketing-Aktion hat die neue Version, die es für Windows, Mac OS X und Linux gibt, einige interessante Neuerungen zu bieten:

  • Verbesserte Lesezeichen – Verwaltung. Jedes Lesezeichen lässt sich mit Schlagworten versehen. Auf diese Weise kann man innerhalb seiner Lesezeichen suchen. Diese Funktion ist besonders dann sehr hilfreich, wenn man viele Lesezeichen verwaltet.
  • Die Adresszeile wurde nun um die Funktion ergänzt, das dort schon beim Eintippen der Adresse alle relevanten Adressen aus den Lesezeichen und bereits besuchte Adressen angezeigt werden. Diese Funktion erspart Tipparbeit und vermeidet Fehleingaben.
  • Zoom Funktion: Eine sehr gute Funktion insbesondere im Hinblick auf Barrierefreiheit wurde mit einem Vergößerungs-Zoom geschaffen. Diese vergrößert entweder die gesamte Webseite oder nur die Schrift. Sehbehinderte Menschen dürften diese Funktion sehr zu schätzen wissen.
  • Im Bereich Sicherheit wurde nun eine Schutzfunktion integriert, welche warnt, wenn eine Seite, die man besuchen möchte, so genannte Pfishing – Techniken verwendet.
  • Durch weniger Nutzung des Hauptspeichers ist der neue “Feuerfuchs” schneller geworden.
  • Wem die im Firefox integrierten Funktionen nicht genügen, kann seinen Browser mit einer Vielzahl an Add-On’s erweitern.
  • Schon länger unterstützen moderne Browser Tabs. So kann man mehrere Webseiten gleichzeitig offen lassen und bequem zwischen den Tabs wechseln. Im Firefox 3 werden auf Wunsch die beim Beenden offenen Tabs gespeichert und beim nächsten Start des Firefox wieder neu geladen. So muss man nicht jeden Tag die häufig besuchten Seiten neu aufrufen.

Die hier geschilderten Neuerungen sind exemplarisch.

Sämtliche Informationen zum Firefox 3 erhalten Sie hier.