Twitter ist Quatsch?

Soziale Netze und Blogs sind wohl die beiden größten Angebote, die das Web 2.0 mit sich gebracht haben. Gerade die sozialen Netze werden gern kritisiert, da viele Nutzer schlicht zuviel persönliche Informationen preisgeben und sich scheinbar nicht im Klaren darüber sind, das diese privaten Infos nicht nur für zielgerichtete Werbung, sondern auch für Recherche potentieller Arbeitgeber genutzt werden können. Es ist davon aus zu gehen, das einige Nutzer es sich im Nachhinein verkniffen hätten, die eine oder andere Info zu veröffentlichen.

Nun gibt seit einiger Zeit Twitter. Dieses System, welches technisch auf den ersten Blick an die beliebte SMS – Funktion per Mobiltelefon erinnert, da es sich auf wenige Zeichen beschränkt, hat aber weit mehr Möglichkeiten als eine SMS.

Wie das Webwriting-Magazin sehr anschaulich berichtet, geht es beim twittern um eine für viele Nutzer recht ungewöhnliche Kommunikationsform, denn hier wird zwischen einem virtuellen Raum (z.B. ein Forum) und einem Schwarm unterschieden. Das Zauberwort beim Twittern lautet „follow me“. Jeder Twitter-Nutzer folgt einem oder mehreren anderen twitternden Nuzern. Somit bekommt jeder Twitter-Nutzer einen Schwarm an „Followern“, die ihm folgen.

Doch wozu das Ganze – ist Twitter nicht sinnloser Zeitvertreib?

Von vielen Neulingen oft als Quatsch abgetan,  so nutzen inzwischen sehr viele Menschen den Twitter Dienst. Sei es,  um online ein bestimmtes Produkt vermarkten wollen, die eigene (oder Parteiweite) politische Meinung zu verbreiten oder auch „nur“ um mit Freunden in Kontakt zu kommen – es wird getwittert, was das Zeug hält.

Schon lange tragen gut besuchte Blogs zur Meinungsbildung bei und die sehr offenen Diskusssionsmöglichkeiten im Netz werden von wohl jedem Internet-Nutzer als neutrale Informationsquelle angesehen. Twitter bietet hier auch jede Menge Möglichkeiten, Meinungen zu streuen und zu empfangen. Das Lesen von Tweets (so heißen die Twitternachrichten) ist also eher dann sinnloser Zeitvertreib, wenn die Nachrichten ohne nennenswerten Inhalt sind, doch man kann sich auch jederzeit der Verfolgung einer Twitter-Nutzers wieder entziehen.

Also, Quatsch ist der Twitter-Dienst sicher nicht, aber man muss wissen, wie und wie oft man ihn einsetzt.

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